Feuchtbiotop in Eppstein-Bremthal

Im Bereich der „Unteren Beune“ Bremthals, wo früher noch die älteren Brendeler im Winter Schlittschuh liefen, begann der NABU Eppstein e.V. 2012 und 2013 damit, das von Weiden zugewucherte ehemalige Feuchtbiotop zu renaturieren, um den Amphibien (z.B. Grasfröschen, Wechselkröten, Molchen) die dort  Jahr für Jahr ihre Eier (Laich) ablegten, wieder einen Lebensraum für ihre Brut zurückzugeben. Durch den starken Wasserbedarf des umgebenden Weidenbestandes und die zunehmende Verlandung nahm das Wasservorkommen dort dramatisch ab. Die Amphibienbrut vertrocknete regelmäßig und hatte kaum mehr eine Chance, erfolgreich aufzuwachsen. Eine erste Auslichtung des Areals und Vertiefung des verlandeten Biotops im Jahre 2012 bewirkten zunächst eine erfreuliche Zunahme an Amphibien, Insekten und an Pflanzenvielfalt. Es zeigte sich allerdings bald, dass der Wasserdurst der Weiden und die immer trockeneren Sommerperioden der letzten Jahre die Feuchtigkeit zu früh total aufbrauchten und die Amphibienbrut erneut vertrocknete. Auch der ständige Missbrauch des Tümpels als „Hundeplantschbecken“ störte die Amphibienbrut  empfindlich in ihrer Entwicklung, obwohl das Areal als schützenswertes Amphibien-Feuchtbiotop deutlich für die Hundehalter ausgeschildert ist.
           
Um Amphibiennachwuchs und Artenvielfalt im Seyenbachtal für die nächsten Jahre wieder zu verbessern, haben die Eppsteiner NABU-Aktiven, Alois Benedikt, Peter Lange und Bernd van Krüchten nun im September 2016 in über 100 Einsatzstunden und mit lokaler Unterstützung das Teichareal erneut vertieft und mit einer Teichfolie ausgelegt, damit ein zukünftiges komplettes Austrocknen des Feuchtbiotops verhindert wird. Die ersten Wasserlieferungen nach Fertigstellung spendierten die Bremthaler Wasserwerke und der Ortsvorsteher, Guido Ernst, mit seinem Tankwagen. Das Biotop ist nun so gestaltet, dass sowohl Rehe, die ständige Besucher des Gewässers sind, als auch Hunde hier im weiten Umkreis die einzige Tränkmöglichkeit vorfinden, ohne das Wasserreservoir und die Amphibien direkt zu beeinträchtigen.




Auch Ringelnattern wohlen sich hier wohl.

 

 

Biotop-Pflege Bauwaldteiche

Seit 1982 betreut und pflegt die NABU Ortsgruppe das Areal Bauwaldteiche/Limesgraben in Pacht. Das Areal war damals mit Neophyten zugewuchert und wurde dann aufwändig in einem Großeinsatz der NABU-Osgruppe re-naturiert um der einheimschen Tier- und Pflanzenwelt wieder Platz zu verschaffen. Seitdem besteht das versteckte Feuchtgebiet aus zwei Amphibienteichen und mehreren Steinhaufen, wo sich Amphibien und Insekten angesiedelt haben.

Da durch Starkregen die Wasserzuleitungen immer wieder verstopfen und so die Teiche nicht genügend Wasserzufluss haben, müssen diese freigeräumt, und der Verlaubung und Verlandung der Teiche entgegengewirkt werden.